Leseproben

Leseprobe1 Zahlreiche geschichtliche Begriffe, die leider inzwischen in vielen Fällen in Vergessenheit geraten sind, erinnern uns, Ilse und Werner, an längst vergangene Zeiten, in denen die Brautleute mit völlig anderen Lebensumständen konfrontiert wurden. So war das Hochzeitsgeld, auch Beddemund genannt, kein Geschenk an das Brautpaar, sondern im Gegenteil eine Abgabe des Hörigen oder des Halbfreien an seinen Herren, um dessen Einverständnis zur Heirat zu erlangen. Auch das Brautvieh stellte eine Abgabe an den Grundherrn dar, die bei der Verheiratung von dessen Kindern zu leisten war. Umgekehrt gab es glücklicherweise auch Vorschriften und Verordnungen, die dem Brautpaar zugute kamen. So erhielten die jungen Brautleute als Geschenk zu ihrer Hochzeit von der betreffenden Markgenossenschaft ein sogenanntes Hochzeitsholz zur wirtschaftlichen Unterstützung des gerade gerundeten Hausstandes.
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Zahlreiche geschichtliche Begriffe, die leider inzwischen in vielen Fällen in Vergessenheit geraten sind, erinnern uns, Ilse und Werner, an längst vergangene Zeiten, in denen die Brautleute mit völlig anderen Lebensumständen konfrontiert wurden. So war das Hochzeitsgeld, auch Beddemund genannt, kein Geschenk an das Brautpaar, sondern im Gegenteil eine Abgabe des Hörigen oder des Halbfreien an seinen Herren, um dessen Einverständnis zur Heirat zu erlangen. Auch das Brautvieh stellte eine Abgabe an den Grundherrn dar, die bei der Verheiratung von dessen Kindern zu leisten war. Umgekehrt gab es glücklicherweise auch Vorschriften und Verordnungen, die dem Brautpaar zugute kamen. So erhielten die jungen Brautleute als Geschenk zu ihrer Hochzeit von der betreffenden Markgenossenschaft ein sogenanntes Hochzeitsholz zur wirtschaftlichen Unterstützung des gerade gerundeten Hausstandes.